Keiner der sich mit Erneuerbaren Energien beschäftigt kommt an den technischen Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Mittelspannungsnetz vorbei. Und das ist gut so. Denn diese legt klar definierte Regeln für die Planung, Errichtung und den Betrieb von Erzeugungsanlagen fest. Und sorgt so für ein stabiles Netz, optimierte Abstimmungsverfahren mit Netzbetreibern und faire Anschlussbedingungen. Wir gehen das gesamte Regelwerk Schritt für Schritt durch und Erklären den Nutzen, die Anwendung und die Umsetzung anhand von realen Projektbeispielen.
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Anmeldeunterlagen E.1 - E.17
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Der ein oder andere mag bei der etwas steif geratenen Nummerierung der Anmeldeunterlagen an den berühmten „Passierschein A38“ aus Asterix & Obelix denken. Doch im Gegensatz zu den beiden Galliern behalten wir die Übersicht. Die Unterlagen aus Anhang E helfen uns den Abstimmungsprozess mit den Netzbetreibern zu strukturieren und zu vereinfachen. Doch warum braucht man für die Anmeldung einer Erzeugungsanlage ausgerechnet die Bögen Nummer 1 und 8? Wir füllen heute die beiden E-Bögen einmal gemeinsam aus. Damit gehören unschöne Extra-Runden im Anmeldeprozess ab sofort der Vergangenheit an. |
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Netzbetreiberabfragebogen
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Im Netzbetreiberabfragebogen benennt uns der Netzbetreiber alle elektrotechnischen Kenndat- en, die wir benötigen, um unsere PV Anlage gemäß Richtlinie zu planen und in Betrieb zu nehmen. Aber warum ist dieser Abfragebogen so wichtig und warum kann nur mit diesen projektspezifischen Angaben eine sichere und normkonforme Netzintegration gelingen? Wir schauen uns zunächst den formalen Prozess und den zeitlichen Rahmen an den uns die Richtlinie vorgibt. Danach wird es technisch. Und endlich werden alle Unklarheiten über die sogenannte vereinbarte Anschlussleistung, die vorgegebenen Schutzparameter sowie die Notwendigkeit von Netzdaten beseitigt. Achtung: Ggf. entstehen dabei neue Fragen. |
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Anforderungen
Netzanschlusspunkt
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Die Netze sind voll und daher Netzanschlusspunkte rar gesät. Entsprechend herrscht große Erleichterung bei allen, die einen sinnvollen Punkt für den Anschluss ihres Projektes ge- funden haben. Aber nach welchen Kriterien werden diese Punkte eigentlich ermittelt? Die Anwendungsrichtlinie VDE-AR-N 4110 widmet dem ein ganzes Kapitel und wir daher folgerichtig ein ganzes Lernmodul. Gemeinsam springen wir in die Rolle des Netzbetreibers und ermitteln für eine PV Anlage den sinnvollsten Netzverknüpfungspunkt. Später im Projektablauf erfolgt der Anschluss der Erzeugungsanlage an das Netz dann meist über eine Übergabestation. Auch hierzu definiert die Richtlinie klare bauliche und elektrotechnische Anforderungen, die wir uns heute einmal im Detail ansehen. |
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Verhalten der
EZA am Netz
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Moderne Erzeugungsanlagen können (und müssen) einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Netze beitragen. Doch wie genau? Und woher weiß ich, ob meine Anlage den Anforderungen gerecht wird? Wie so oft gibt die Anwendungsrichtlinie VDE-AR-N 4110 Antworten darauf und definiert das erforderliche Verhalten der Erzeugungsanlagen (EZA) am Netz. Um bei “statischer Spannungshaltung”, “dynamischer Netzstützung” und “Wirkleistungsabgabe” auf Augenhöhe mitplanen und diskutieren zu können, schauen wir uns diese Themen heute einmal im Detail an. Übrigens werden diese Punkte später im Projektablauf von der Zertifizierungsstelle überprüft. Es lohnt sich also genau zuzuhören. |
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Weitere Anforderungen an EZE
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Dieses Lernmodul setzt nahtlos am vorangegangenen Brainday “Verhalten von Erzeugungsanlagen am Netz” an. Es geht darum einen weiteren Teil an elektrotechnischen Anforderungen an Erzeugungsanlagen besser zu verstehen damit eine reibungslose Integration unter Beachtung der Anschlussregeln in das Netz gelingt. Dazu schauen wir uns insbesondere die von der Anwendungsrichtlinie VDE-AR-N 4110 definierte Vorgaben zu Schutzeinrichtungen und deren Schutzeinstellung an. Highlight des Tages ist sicherlich unsere 360°-Tour, in der jeder endlich einmal selbst ein Schutzrelais parametrieren und dadurch unmittelbar die Komplexität der Schutztechnik erleben kann. |
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Anlagenzertifikat
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Der Duden beschreibt den Begriff “Ambivalenz” als Zwiespältigkeit oder Zerrissenheit und könnte dabei in jedem Fall das Anlagenzertifikat als Beispiel nennen. Denn auf der einen Seite stellt die Erstellung des Zertifikates eine gewaltige Herausforderung dar. Umplanungen und Verzögerungen im Inbetriebnahmeprozess können bei Fehlern die unangenehmen Folgen sein. Daher ist die Pflicht zur Zertifizierung den meisten Projektleitern wohl eher ein Dorn im Auge. Auf der anderen Seite ist das Anlagenzertifikat der wichtigste Baustein im Projekt um die elektrotechnische Qualität der Erzeugungsanlage und damit der Energieversorgung im Allgemeinen sicher zu stellen. Es sorgt also dafür, dass im Büro nicht das Licht ausgeht und darüber hinaus für ein positives Image der Erneuerbaren Energien. Ziel der heutigen Trainingseinheit: Angst vor der Zertifizierungsstelle nehmen, Zerrissenheit lösen und neue Zertifikat-Fans gewinnen. |
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Konformitätserklärung
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Die richtlinienkonforme Planung einer Erzeugungsanlage ist das eine, aber die spätere Umsetzung der vielen Details etwas ganz anderes. Daher überprüft die Zertifizierstelle nach Fertigstellung des Projektes akribisch das finale Ergebnis - und wir helfen ihr dabei. Voll motiviert, denn ohne Konformitätserklärung ist der Netzbetreiber berechtigt die Anlage wieder vom Netz zu trennen. Wir füllen die Inbetriebsetzungserklärung aus und spazieren gemeinsam für die Erstellung der finalen Fotodokumentation in einer spektakulären 360° Tour über eine typische PV Freiflächenanlage – Damit bleibt bei der Zertifizierungsstelle keine Frage offen und die PV Anlage hoffentlich für Jahrzehnte am Netz. |